Geschichte

Auszug aus der „Begrüssung durch den Präsidenten“ an der 60. Jubiläums-Herbstversammlung vom 02.10.1994 auf Neubrüchli-Alp.

Die eigentliche Geburtsstätte des Clubs ist, wie der Name schon sagt der Guber. Die hauptsächliche Triebkraft zur Gründung des Skiclubs im November 1934 war der ehemalige Direktor des Steinbruchs, Ingenieur Otto Sand. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass man im Steinbruch berufstätig sein musste, um in diesem jungen Skiclub überhaupt mitmachen zu können. Wäre dieser Passus in den Statuten verblieben, hätte unser Verein heute vermutlich keine Mitglieder mehr. Unter dem Gründungspräsident Holzer und seinem Nachfolger Pizzato wurden die ersten vier Jahre gut überstanden. Doch dann fingen die ersten Schwierigkeiten an. 1939 brach bekanntlich der Zweite Weltkrieg aus. Da auch vom Ski Club Guber einige Mitglieder in den Aktivdienst aufgeboten wurden, legte man das Jahresprogramm auf Eis. 1944 wurde, nach sechs Jahren Unterbruch, wieder das erste Skirennen durchgeführt. Langsam aber sicher begann wieder ein Aufbau. Da sich auch ausserhalb des Steinbruch-Umfeldes einige junge Talente zeigten, beschloss man, den Statutenartikel über die Beschränkung der Mitglieder auf Steinbruchangestellte aufzuheben. Unter der kundigen Leitung von Ernst Limacher, Geissfuss entwickelte sich der jugendliche Verein und die verschiedenen Tätigkeiten nahmen laufend zu. In den 50er und auch 60er Jahren geriet unser Verein sogar ins nationale Rampenlicht. Hier ist der initiative und mit vollem Tatendrang ausgerüstete Präsident Schilo Wallimann zu erwähnen. Unter seiner Leitung durchlebte der Verein interessante und anspruchsvolle Zeiten. In diesen Jahren trat der Skiclub dem SSV bei und der Guber – Skitag bekam sogar einen festen Platz im Schweizerischen Veranstaltungskalender. Voller Stolz durfte man zu den internen Langlaufmeisterschaften auch ab und zu einen Schweizermeister als Ehrenstarter begrüssen. Eine starke Alpin-Renngruppe wurde gebildet und in harten Skikursen zu Wettkämpfern erzogen. Auch im Langlauf stand man in der Leistung nirgends zurück. Ende der 50er Jahre erhielt man nach längeren Verhandlungen mit der schon damals nicht immer einfachen Bürgergemeinde erstmals einen Pachtvertrag für unsere auch heute noch sehr aktuelle Skihütte Neubrüchli. Im weiteren wagte man sich auch im Tourenwesen in verschiedene interessante Gebiete. Ein ganz besonders populärer Leckerbissen im Sport war die Schaffung des weitherum bekannten Geländelaufes. Er strahlte so weit aus, dass sich bis zu 300 Läufer anmeldeten und sich sogar aktive Schweizermeister verschiedener Strecken an den Start wagten. Man darf sogar soweit gehen und diesen Lauf als eine Art Vorfahre des heutigen „Quer durch Alpnach“ bezeichnen. Zuerst fand er in Schoried statt, später verlegte man ihn ins Dorf. Es ist deshalb kein Wunder, dass die Generalversammlung dem initiativen Präsidenten dieser Zeit, Schilo Wallimann, an ihrer Versammlung im Jahr 1963 den Titel eines Ehrenpräsidenten verlieh.

Es folgten wieder etwas turbulente Zeiten, die sich auch in der Leitung des Vereins niederschlugen. Verschiedene Präsidenten wie Sepp Wallimann, Robi Mathis, Ernst Kehrli, Walti Auf der Mauer, Toni Albert und Marcel Schwab wechselten sich in ein- oder mehrjährigen Perioden ab. In den 70er Jahren entwickelte sich der Skiclub vom zum Teil harten Spitzensport in Richtung gemächlichen Breitensport. Man trat aus den Verbänden aus, gab die einzelnen Anlässe auf und konzentrierte sich auf wenige Aktivitäten.

Unter der kundigen Leitung von Kurt Hess wurden ab 1980 wieder verschiedene Anlässe lanciert. Gewisse sportliche Aktivitäten wurden ausgebaut und so trat der Skiclub unter anderem wieder dem OSV bei. 1982 kam der Vorstand auf die glorreiche Idee, die traditionelle Skichilbi, bei der vor allem die eigenen Mitglieder die besten Gäste waren, durch das neugeborene „Chly Schlierä Fäscht“ abzulösen. Dieses Neugeborene wuchs prächtig und schnell heran und wurde nicht nur der Hauptpfeiler unserer finanziellen Seite – es wurde und ist ein Treffpunkt vieler Leute die sich die ausgefallenen und unterhaltsamen Ideen einzelner Idealisten zu Gemüte führen. Das Fest ist dank seiner strukturellen Basis aus dem Festangebot in unserer Region schlicht und einfach nicht mehr wegzudenken. 1989 konnte Kurt Hess die Leitung des Clubs an Oskar Langensand weitergeben. Das Skiturnen hat sich mittlerweile etabliert und erfreut sich einer breiten Beteiligung. Die Skihütte Neubrüechli befindet sich in einem gut ausgebauten Standard und die Anlässe werden erfreulich gut besucht.

Zusammengetragen vom damaligen Präsidenten Oskar Langensand.